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Batterien

Ein  Problem bei den Cameras der Minox 35 Serie bis zur ML ist die Batterie PX27 mit einer Spannung von 5,6 Volt. Es handelt sich hierbei um eine Quecksilberbatterie, deren Produktion mittlerweile verboten wurde. Wer nicht weiß warum, kann hier nachschauen. Die Tragödie von Minamata wurde eindrucksvoll photographiert von Eugene Smith.

Testen kann man die Batterie nur, wenn der Messkreis unter Spannung steht, d.h. die Klappe geöffnet und der Verschluss gespannt ist. Was wiederum heißt, das man eine Minox ohne Entladungsgefahr für die Batterien mit geöffneter Klappe in der Vitrine stehen lassen kann, solange der Verschluss nicht gespannt ist. Ohne Batterie kann man zwar Auslösen, aber der Verschluss öffnet nicht. Das hörbare Geräusch ist nicht der Verschluss sondern das Lösen der Transportsperre.

Seit dem man diese Batterien nicht mehr kaufen kann, wissen viele Minox-Eigner nicht was mit ihrer Camera anfangen und verkaufen sie. Gut für den Käufer der Abhilfe weiß.

Die Quecksilberbatterien liefern ca. 5,6 Volt, neu auch bis 6 Volt. Ihr Vorteil ist, dass sie praktisch bis kurz vor Lebensende auch unter Last den Strom schön konstant halten. Bei Lithiumbatterien und besonders bei Alkali-Mangan-Batterien fällt unter Last der Strom ab. Bei Quecksilber-, Luft/Zink- und Silberoxydbatterien nicht. Das Meßsystem der Cameras bis zur MB/ML besteht aus einer CDS-Zelle  für die Anzeige und  einer für den Verschluss. Diese sind jeweils in einer Brückenschaltung angeordnet (erinnert ihr euch, in der Schule: Wheatstone etc..). Ein paar Völter mehr oder wenig machen da nichts aus, der Strom sollte aber während der Messung schon konstant bleiben, daher die Benutzung der Quecksilberbatterien. Die Cameras besitzen eine Zener-Schutzdiode, mit einer Durchlassspannung von 5,6 Volt. Bei mehr als 5,6 Volt, wird der Rest "verbraten", die Batterie wird schneller leer. Bei den neueren Kameras, ab dem Ende der GT-Fertigung, hat diese Diode eine Durchlassspannung von 6 Volt, macht dem Messsystem auch nicht aus, schont aber die Batterie. Bei Überholungen in der Werkstatt werden noch vorhandene 5,6 Volt Zenerdioden gegen den 6 Volt Typ ausgetauscht.

Der beste Ersatz sind Silberoxydbatterien, aber die gibt es nicht in der passenden Größe und Spannung. Ein chinesischer  Hersteller verkauft solche in der richtigen Abmessung, ich habe die Spannung nachgemessen, es waren 6,5 Volt, war mir doch unheimlich.

Man kann auch Silberoxydbatterien einzeln kaufen und dann einen Adapter befüllen (siehe unten), die passende Größe wäre z.B SR44, kostet zwischen € 2.50-4.00 pro Stück.

Lithiumbatterien gehen auch noch, haben aber ebenfalls nicht die passenden Größe und Spannung. 

Alkali-Mangan-Batterien sollte man nicht nehmen, obwohl es die in der richtigen Größe gibt:

Uni-Cell

Man weiß nie wie alt diese sind und Alkali-Batterien haben eine ungünstige Entladekurve. Eine bei Ebay häufig angebotene Alkali-Batterie (Unicell in den Entladekurven) beherbergt 4 LR43 Alkali Zellen und zwei Polkappen, immerhin Qualitätszellen von Hitachi in einem doppelten Kunstofffolienmantel und einer Papierfütterung für den Aufdruck. Die "Goldenpower" Zelle beherbergt 4 LR43H Zellen von Goldenpower in einem gebörtelten Metallmantel und Polkappen. Die Kapazität der Alkalizellen ist 80 mAh, die Spannung der einzelnen Zelle 1,5 Volt. Kann man auch selber in ein Behältnis oder den Minox-Adapter abfüllen, dürfte aber eher eine Verzweiflungstat sein.

Bei ebay gibt es einen Anbieter für liebevoll selbst hergestellten Batterien: Ebay Zelle Der Mantel ist eine kupferähnliche Kunstofffolie, dazu eine Papieraufdruck und noch mal Kunstofffolie. Im Inneren beherbergt dieser Batteriesatz vier AG12 Alkali Zellen, kosten das Stück 50-90 Cents:AG12 Nicht gerade ein bekannter Hersteller. Dementsprechend sieht die Entladekurve aus:

Entladekurve für AG12

Nun, niemand ist gezwungen die Dinger zu ersteigern. Vielleicht habe ich ein besonders schlechtes Exemplar erwischt, dieses Beispiel zeigt, das man nie weiß welche Qualität die Alkalizellen haben und wie alt sie sind. Möglicherweise sähe die Kurve mit frischen Zellen eines Qualitätsherstellers besser aus. Die Entladungskurven unten für Unicell zeigt ebenfalls starke individuelle Schwankungen. Wie auch immer, Alkalizellen sind nicht geeignet. Am besten nimmt man Silberoxyd- oder Lithiumzellen, der Rest ist nur ein billiger Verlegenheitsbehelf.

Vor dem Einsetzen der Batterien immer die Kontaktflächen säubern.

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Der Ersatz sollte so um die 6 Volt haben, und einen Höhe von 20,5 mm bei einem Durchmesser von 12,85 mm haben. Am nächsten kommen dem 2 Stück CR1/3 Lithium-Zellen, oder 4 Silberoxydbatterien Typ SR44. Lithiumzellen haben die höhere Kapazität.

Im Inneren der PX27 finden sich 4 Zellen vom Typ VH41M. Eine Übersicht zeigt, dass 4 Zellen vom Typ 301 der Füllung einer PX27 am nächsten kommt.

Zink-Luft Hörgerätebatterien, wie die V675, sind am billigsten (6er Karte kostet €4,50) und haben die höchste Kapazität. Wenn diese Batteriesorte einmal Kontakt mit  Luft hatte, hält sie nicht sehr lange. Anstatt zweier CR 1/3 könnte man auch 4 Stück V675 nehmen:

Zink-Luft Batterien

Das Problem ist bloß, sie brauchen Luft, und man darf diese Batterien nicht zu fest und zu luftdicht stapeln. Am besten ist wohl der Minox-Adapter. Diesen aber nicht zu fest in die Camera schrauben.

 

Typ  Durchmesser Höhe Spannung V Kapazität Bemerkung Vergl. Typen
mAh
4*301 11,6 16,8 6,2 115 Silberoxyd. Ideal zum Befüllen der leeren Batterien (Ersatz für die VH41M). Kommen in den Adapter für die 8x11 Kameras. SR43,SR1142,V12GSI
4*386 11,6 16,8 6,2 105 Silberoxyd. kann auch zum Befüllen der leeren Batterien benutzt werden. SR43, SR1142, V12GS,SG12
4 mal SR44 11,56 21,64 6,2 155 Silberoxyd. Ersatz für die CR1/3. Gut für den Minox-adapter oder die Papierrolle. 357, RW42, V76PX
CR1/3N 11,6 10,8 3 170 Lithium. Batterie für den Minoxadapter. CR1/3N,DL1/3N,2L76
2 mal CR1/3N 11,6 21,6 6 170 Lithium. Höchste Kapazität.

 (Minox-Adapter)

PX27 12,85 20,5 5,6 145 Quecksilber, nicht mehr erhältlich. NR43,E41E, RW54, MR43
4*LR43 11,6 4*4,2=16,8 6 80 Alkalizellen, in vielen "Ersatzbatterien" enthalten V12GA, D186, PX86A, LR1142, 186, RW86,AG12, LR43
4*V675 11,6 21,6 5,6 540 Zink-Luft. DA675/675AE, A675ZL, PR44, MR44
V41HM 11,6 4,2 1,35 145 Quecksilber, nicht mehr erhältlich. Füllung der PX27
4 mal VH41M 11,6 16,8 5,4 145 Quecksilber, nicht mehr erhältlich. Füllung der PX27

Unten sind die Entladungskurven für einige Batterietypen aufgeführt. Zur Erläuterung: Die eine Alkalische Zelle war, genauso wie die CR1/3, schon circa 1 Jahr alt, die andere als "neu" bei Ebay erseigert. Die Zink-Luft-Batterie neu und die Varta-Quecksilberzelle mindestens 4 Jahre alt. Silberoxydzelle war bis Juli 2006 haltbar. Die Varta- und die Alkalibatterien wurden über einen 200 Ohm Widerstand entladen, die Zink-Luft  und Silberzelle über 50 Ohm und die Lithiumzelle über einen 100 Ohm Widerstand. Der Entladestrom war demnach anfangs so um die 20-30 mA.

Wie man sieht knicken die Alkalibatterien ziemlich schnell ein. Einmal typenbedingt und zum Anderen weil sie schon etwas älter war. Die Quecksilberbatterie war auch nach langer Lagerung einwandfrei. Die "schönste" Kurve zeigt die Zink-Luft-Batterie, aber man darf nicht vergessen, dass, einmal an der Luft, diese Batterien eine begrenzte Haltbarkeit haben und diese Batterien Luft brauchen.

 

Entladungskurven

 

Am ungünstigsten sehen die Alkali-Batterie aus, sollte man daher meiden, besonders da man nie weiß wie alt diese schon ist.

Ein guter Link zu "Exoten"-Batterien findet sich hier

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Der Batterie Tubus der Cameras ist aus Metall, wenn man die Batterien ohne Isolation einfüllt, gibt es einen schönen Kurzschluss, sollte man daher nicht ausprobieren.  Leider probieren es immer wieder welche. Es gibt vier Lösungen für das Batterieproblem, davon eine empfehlenswerte:

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Die teure (und sicherste) Lösung

Minox verkauft für circa 20 Euro einen Adapter mit 2 mal CR1/3  Lithium Zellen samt Zellen. Kein Basteln, kein Risiko. Dauerhaft und sieht gut aus. Ist aber teuer, und Lithiumzellen sind eigentlich nicht so gut geeignet, wohl aber die beste verfügbare Alternative zu Quecksilberzellen.  Die Zellen alleine kosten zusammen ca. 9-10 Euro. Die 10 Euro für den nackten Adapter sollten es einem eigentlich schon wert sein. Die Frontseite des Adapters ist glatt und nicht geriffelt. Bei den neuen Modelle ab GS-E ist er "serienmäßig" eingebaut.

Alle anderen Lösungen bergen das Risiko des Kurzschluss oder schlimmeres, also auf eigene Gefahr:

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Die einfache Lösung

Ein Stück festes Papier der Größe 2 cm mal 4,3 cm zu einer Röhre zusammen gerollt und 2 mal CR1/3 Lithium Zellen einfüllen. Aufpassen, dass das Papier keine Löcher und Risse hat. Papier wird schnell spröde, daher sollte man die Röhre gelegentlich wechseln. Die 2 Zellen kosten zusammen ca. 9-10 Euro.

     

Ein Tipp von Fabio De Luca:

Zur Isolation ist anstelle von Papier ein Rest alten Filmmaterials besonders geeignet. Isoliert perfekt und passt sich durch seine innere Spannung bestens dem Batterietubus an.

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Die gefährliche Lösung

Mann nehme ca. 2 cm breiten Schrumpfschlauch, schneidet ein etwa 5cm langes Stück ab. Legt die zwei CR1/3 Lithium Zellen hinein und erwärmt das ganze mit einem Fön.

Bei Erhitzung explodiert/brennt Lithium gerne. Nicht übertreiben, gefährlich!.

Die 2 Zellen kosten zusammen ca. 9-10 Euro.

 

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Die elegante Lösung

Bei einer leeren PX27 die Metallummantlung vorsichtig entfernen. Geht bei allen Batterien, am besten bei denen von Varta. In dem darin liegenden Plastikzylinder finden sich 4 (Quecksilber-) Zellen. Den oberen Kunststoffring, den eventuell in der Röhre befindliche Zwischenring und die Röhre behalten. Von der untersten und obersten Zellen die Kontakte ohne zu verbiegen entfernen. Die Zellen im Sondermüll entsorgen. Keine ausgelaufenen Batterien benutzen oder anfassen, Zellen nicht verletzen. Die Röhre wieder mit 4 Silberoxydbatterien Typ 301 und den Kontakten füllen. Kunststoffring oben drauf. Die Zellen kosten zusammen ca. 6-9 Euro.

 

  

Nach ziemlichen Gefummel und Ärger die fertige Ersatzbatterie. Nur etwas für "hartleibige".

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ML, MB und M.D.C brauchen einen anderen Batterietyp:1 mal PX 28 (6Volt) Es handelt sich hierbei um sehr langlebige Lithiumbatterien, welche überall erhältlich sind. Die Batteriewarnung im Sucher dieser Cameratypen ist leider nicht  zuverlässig, wenn die Verschlusszeiten nicht mehr zu stimmen scheinen oder der Verschluss sich nicht mehr öffnet sollte man auf jeden Fall erstmal die Batterie wechseln, selbst wenn die Anzeige noch korrekt ist und wenn ein Voltmeter noch eine annehmbare Spannung zeigt. Unter Last geht die Batterie dann doch unbemerkt in "die Knie" und es kommt zu Störungen der Verschlusszeiten.

 

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Gegenlicht

Bis auf die EL haben alle Cameras einen Gegenlichtschalter, der die Belichtungszeit verdoppelt. ML und MB besitzen zusätzlich noch einen Messwertspeicher für kritische Belichtungsszenen, ein Zonensystem wird man schwierig damit hinkriegen, aber es ist schon sehr flexibel. Nur die EL hat nichts.... Man kann sich aber bei der EL behelfen, in dem man die Filmempfindlichkeit um eine ASA/DIN Einstellung herunterstellt. Also etwa von 21DIN/24 ASA auf 18DIN/100ASA., entspricht der Betätigung des Gegenlichtschalters bei den anderen Cameras. In manchen Szenen reicht die Verdopplung durch den Schalter trotzdem nicht, da muss man bei den anderen Cameras auch zu diesem Trick greifen. Man sollte bloß nicht vergessen die Empfindlichkeit zurück zu setzen. Überhaupt kann man mit diesem Trick die Belichtung bei allen Cameras (ausser denen mit DX-Einstellung) die Belichtung anpassen: Man misst einen Referenzbereich aus, merkt sich die Zeitanzeige, stellt das Bild und verstellt die ISO/DIN Einstellung bis man wieder die gewünschte Zeitanzeige hat. Etwas fummelig, geht aber ganz gut. Der Tipp stammt von Bruno Gallet und ist hier auf Französisch ausführlich erklärt.

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Blitzsynchronisation

Alle Cameras, außer der EL, PL und der AF, synchronisieren bei 1/125 sec. Die EL sogar nur bei 1/30 Sekunde. Wenn bei der EL der Blitz nicht richtig aufgeschoben ist, drückt er auch nicht die Synchronnase vorne in der Blitzhalterung ein, löst aber trotzdem den Verschluss und den Blitz aus. Der Verschluss bleibt dann nach dem Blitz noch offen, man bewegt die Camera und kriegt schöne Verziehungsbilder der Lichter. Es hat sich schon so mancher gefragt was da nicht stimmt:

Brennende Weihnachtsbaum

(Das Bild wurde nicht mit einer Minox aufgenommen, der Effekt kann auch mit Digitalkameras erzielt werden)

Der Effekt lässt sich aber auch ausnutzen. Wenn man bei Nachtaufnahmen einen Aufhellblitz braucht, so steckt man auf einer EL den Blitz gerade so weit auf, dass der elektrische Kontakt zum Blitzschuh besteht, aber nicht die "Nase" eingedrückt wird. Wenn man dann auslöst, wird zwar der Blitz ausgelöst, aber der Verschluss bleibt so lange offen, wie die Belichtung braucht, und das kann bei einer EL bis zu 30 Sekunden dauern... Bei den Cameras mit seitlich angebrachter Nase geht das so nicht, man muss aus einem Blitzschuhadapter seitlich ein Stück mit der Spitzzange "herausknabbern" , dann funktioniert der Trick bei diesen genauso.

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Filmwechsel

Zugegeben, der Filmwechsel bei den Cameras ist nicht ganz leicht: Objektivklappe und Rückseite müssen offen bleiben, damit der Film transportiert und der Verschluss ausgelöst werden kann. Die Filmaufnahmetrommel mit dem Metallschlitz ist auch nicht gerade praktisch, erst mit der ML wurde dieses verbessert. Wichtig aber ist, das bevor man die Rückwand wieder aufsetzt, der Film in seiner ganzen Breite die Filmführung bedeckt und unten ein Zahn in der Perforation straff sitzt. Bei der ML ist extra ein roter Punkt aufgebracht, welcher bedeckt werden sollte.

Der Filmzähler wird durch den Einsatz der Rückwand, die Entriegelung der Rückspulsperre und durch das erste Spannen des Transportes zurückgesetzt. Wir die Sequenz nicht eingehalten, wird auch der Zähler nicht zurück gesetzt, irritierend.

Um den Film ein ganzes Bild vor zu transportieren und den Verschluss zu "spannen" ist ein zweimaliges Spannen notwendig. Den den Spannhebel zweimal zu bedienen irritiert anscheinend viele Benutzer, welche glauben schon nach einmaligem Spannen wäre die Camera bereit.

Die ganze Sequenz ist hier abgebildet:

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Teilbelichteter Film

Ohne Batterie kann man zwar Auslösen, aber der Verschluss öffnet nicht. Das hörbare Geräusch ist nicht der Verschluss sondern das Lösen der Transportsperre. Wenn man einen teilbelichteten Film wieder in die Camera einlegen will, sollte man wissen, wie viel Bilder schon verbraucht sind. Man nimmt die Batterie heraus, legt den Film ein, transportiert die nötige Anzahl Bilder vor (plus 2 als Sicherheit) und setzt die Batterie wieder ein.

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Doppelbelichtung

Mit etwas tricksen kann man auch mit den Cameras Doppelbelichtungen anfertigen:

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Film spannen.

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Mit dem Rückspulknopf den Film gut spannen.

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Erstes Bild nehmen.

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Rückspulsperre drücken und

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bei gedrückter Rückspulsperre den Filmtransport betätigen.

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Zweite Photo nehmen.

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Schärfentiefe

Manche vermissen bei den Cameras einen Autofokus, dieses führte zur Produktion der AF bzw. der AL-Modelle. Dabei ist das Scharfstellen bei den Minox 35 Cameras ziemlich unproblematisch; alles eine Frage der Schärfentiefe. Auch bei Blende 2,8 ist die Schärfentiefe bei größeren Entfernungen ausreichend, so das die Entfernungseinstellung unkritisch ist. Man sollte aber immer dafür sorgen, dass die Blende eher auf f5,6 oder f8 zu stehen kommt, also eher empfindliche Filme nehmen. Im Sommer ASA 200, Herbst und Frühling ASA 400 und im Winter ASA 800, dann kann man auch bequem im Innenräumen ohne Blitz photographieren.

Stellt man am Objektiv die Entfernung auf Unendlich, so reicht die Schärfe von Unendlich bis zu einer, von der Blende abhängigen, Mindestentfernung, welche Hyperfokaler-Punkt genannt wird. Stellt man die Entfernung bei gleicher Blende auf den Hyperfokalen Punkt ein, reicht die Schärfentiefe von Unendlich bis zur halben Entfernung zwischen Hyperfokalen punkt und Camera. Diese Hyperfokale Einstellung bei f5,6 entspricht der "grünen Linie" bei der Minox 35 GS und anderen, bzw. der Empfehlung: Blende 5.6 und  4 Meter einstellen und 'draufhalten. Es geht aber auch einfacher: Der Schärfentiefenring ist symmetrisch um die Entfernungseinstellung graviert. Man stellt also die eingestellte Blendenzahl auf der  rechten Seite des Schärfentiefering auf unendlich und sieht dann links wie nah die Schärfentiefe reicht. Die Entfernungseinstellung zeigt dann auf die Hyperfokalen-Punkt. Beispiel:

Gewählt ist hier zwar die Blende f8, gemeint ist f11. Auf der rechten Seite der Entfernungseinstellung zeigt 11 auf Unendlich, auf der linken Seite auf ca. 1,75 m. Die Schärfeneinstellung zeigt auf 4 Meter, hier ist das Bild am schärfsten. Die Schärfentiefe nimmt kontinuierlich von 4 Meter bis unendlich bzw. 1,8 Meter ab, aber für schnelle Schnappschüsse reicht es wohl. Man muss bloß f11 einstellen können, daher sollte man einen empfindlichen Film nehmen.

Martin Tai hat eine eigenwillige Berechnung für den Hyperfokalen-Punkt:

Martin Tai's Faustregel für die Schärfentiefe

Bei kurzen Abständen wird es allerdings schwierig. Der Unterschied zwischen 70 cm und 90 cm ist wirklich schwierig abzuschätzen. Entweder man Markiert den Trageriemen entsprechend, man nimmt seine Gliedmasse als Längemaß oder man kauft sich einen kleinen, auf den Blitzschuh aufsteckbaren, Entfernungsmesser. Bei Ebay gibt es solche für ca. 30 Euro.

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Reparaturen

Zwar kann man die Arretierung der Rückspulkurbel leicht reparieren. Klemmt der Verschluss und hat man nichts zu verlieren, kann man noch  versuchen von der Hinterseite den Objektivtrichter abzuschrauben und eventuellen Staub zwischen den Magneten weg zu blasen. Das ist aber alles, was man halbwegs gefahrlos machen sollte und auch dann nur als Akt der Verzweiflung. Ölen der Blendenlamellen ist auch keine gute Idee. Manchmal geht der Blendenring oder die Entfernungseinstellung etwas schwer, ja nicht ölen, es sei denn man mag seine Bilder grundsätzlich weich gezeichnet, das Öl läuft unweigerlich auf die Linsen.

Es kann nicht geleugnet werden, dass die Cameras manchmal Probleme mit dem Verschluss haben: Die GTs in der 800 ISO Ausführung hatten zu schwache Haltemagnete, aber der ISO 1600 war der Verschluss verbessert. Die ML haben, aus der Kombination Programm und manuelle Blende" eine Problem mit dem Verschluss bzw. der Blendeneinstellung. Die technische Lösung des Problems mit dem Zusammenspiel der Programmautomatik mit der automatischen bzw. manuellen Blendeneinstellung  war wohl nicht ganz perfekt. Bei den letzten ML und bei den MDC wurde das Problem gelöst. Alle Cameras haben eine empfindliche Elektronik,  wobei bis zur GT ISO 800 diese noch mit dem Lötkolben zu reparieren war. Danach wurden es auf Keramik gedruckte SMD-Schaltungen, nicht so einfach zu reparieren. Problematisch ist auch der Balgen, das besondere MErkmal der Cameras, er wirkt wie eine Luftpumpe und saugt Fusel und Dreck ein, meist in den Verschluss bzw. in die Haltemagnete, in diesem Fall versagt der Verschluss, manchmal hilft dann ein Auspusten mit Druckluft (Siehe Absatz oben).

Besonders am Objektiv sollte man nicht schrauben, die Schärfe wird über die Frontlinse eingestellt, und ist diese durch herumfummeln verstellt, kriegt man die Schärfeneinstellung ohne Hilfsmittel nicht mehr hin. Man sollte Reparaturen also besser einem Fachmann überlassen. Ich kenne da einen:

Dieter Quednau
Freiligrathstr4
32683 Barntrup

E-mail: D.Quednau@t-online.de oder mail@dquednau-hameln.de

Typische Probleme sind:

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Abnutzung der Filmempfindlichkeitsplättchen (neue kann man bei Minox erhalten). Man sollte bloß sicher sein, für welches Modell man ein  Filmempfindlichkeitsplättchen bestellt. Es gibt drei Sorten: für EL/GL/GT bis DIN 30, GT DIN33 und LM/MB. Geht einfach: mit einem spitzen Messer hebt man das alte Plättchen ab und klebt das neue Plättchen auf, diese sind selbstklebend.

Empfindlichkeitsplättchen

Links ist ein MB/ML-Plättchen, dann eine GT DIN33 (circa ab Seriennummer 550900), dann das EL/GL/GT-DIN30 Modell. Die Ansicht von hinten zeigt die Selbstklebefolie und ganz rechts ist zu sehen wie ein ML-Plättchen nach ausdauernder Benutzung der Camera aussehen kann.

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Bei der GL der Bruch des Filmtransporthebels.

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Bei allen Cameras mit Zeigerbelichtungsmesser kann der Zeiger nach eine Sturz nicht mehr ausschlagen.

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Blockierung des Verschluss (meist Verschmutzung und Verharzung).

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Abnutzung des Schlitzes des Batteriefaches (Man braucht den Batterieknopf nicht fest zu drehen, leicht anziehen reicht, dann braucht man auch keine Münze zum schrauben). Auch für diese gibt es Ersatz bei Minox, wenn man nicht gleich sinnvollerweise auf den Umbausatz umsteigen will.

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Die Rückholfeder des Filmtransporthebel ist defekt oder ausgeleiert.

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Kaufen

Man kann ein ganze Menge gebrauchte Minox 35 Cameras und Zubehör im Internet kaufen, viele Fachhändler haben Preislisten in das Internet gestellt. Fachhändler verkaufen meist einwandfrei, überholte Ware mit Garantie, aber teuer. Wer Abenteuer liebt kann sich bei Ebay versuchen, es wird dort viel angeboten. Der Kauf erfolgt auf eigenes Risiko und ohne Garantie. Ich habe schon so manche Minox im erstklassigen Zustand gekauft, welche es nicht war. Dafür Zahl man gut die Hälfte bis ein Drittel weniger als beim Händler. Unten sind ca. Verkaufswerte von Ebay aus dem Jahre 2002 aufgeführt:

EL 36 Euro
GL 42 Euro
GT 65 Euro
AL 40  Euro
AL weiß 50 Euro
ML 62 Euro
MB 71 Euro
GS-E 102 Euro
GT-E (I) 142 Euro
GT-Decade 200 Euro
Stativ 30 Euro
 

Das sind ca. Werte, nicht jammern wenn Sie überboten wurden oder mehr gezahlt haben. Alle Sonder-Modelle haben Liebhaberpreise.

Hier "Straßenpreise "Februar 2007:

Straßenpreise Februar 2007

Doch ein deutlicher Wertverfall seit 2002, viele tauschen gerade ihre Cameras gegen Digiknipser ein. Scheint jetzt ein guter Zeitpunkt für den Aufbau einer Minox-Camera Sammlung zu sein.......,wenn ich bedenke wie viel ich für meine Sammlung gezahlt habe.

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Feuerwerk

Bedingt durch die Flächenmessung des Belichtungsmesser ist es nicht ganz leicht ein Feuerwerk aufzunehmen. Die langen Verschlusszeiten machen dieses aber möglich. Bei einer normalen Kamera würde man einfach die Zeit auf B stellen (geht bei den heutigen Kameras häufig schon nicht mehr). Verlässt man sich auf den Beli der EL, wird der Himmel schön grau dargestellt, aber das Feuerwerk.... Meine Anregung: Camera auf ein Stativ oder festen Untergrund, 100 oder 200 ASA Film . Die Blende auf f8 oder f11 einstellen. Das Problem ist die Zeit: ML und MB schließen nach einer Sekunden den Verschluss, länger geht es nicht. Daher sollte die Filmempfindlichkeit bei diesen Cameras auf ISO 50 oder 25 eingestellt werden. EL/GL und GT erlauben extrem lange Zeiten, dort wir die reale Filmempfindlichkeit eingestellt und der Verschluss einfach durch den Filmtransport geschlossen. Bei ML/MB wird die Belichtung nicht durch den Filmtransport unterbrochen, dieses Vorgehen sollte man bei diesen Cameras vermeiden, sonst ist eine Reparatur fällig. Hier die Tabelle mit den möglichen Öffnungszeiten (von MINOX) :

Filmempfindlichkeit ISO/DIN

ML/MB EL/GL/GT PL/PE
25/15 4 Sekunden 30 Sekunden 15 Sekunden
50/18 2 Sekunden 15 Sekunden 8 Sekunden
100/21 1 Sekunde 8 Sekunden 4 Sekunden
200/24 1/2 Sekunde 4 Sekunden 2 Sekunden
400/27 1/4 Sekunde 2 Sekunden 1 Sekunden
800/30 1/8 Sekunde 1 Sekunde -
1600/33 (nur neue GT) 1/16 Sekunde 1/2 Sekunde -

Bei den Modellen EL/GL/GT sind enorme Schwankungsbreiten nach oben möglich, mehrere Minuten sind bei individuell möglich.

Das 35mm Objektiv ist vielleicht nicht ideal für die Aufnahme von Feuerwerken, der abgebildete Himmelsausschnitt wird recht groß und näher heran darf man nicht. Hier ein Beispiel, aufgenommen mit einer EL mit ISO 200 und Blende 8. Die Zeit ist nicht so wichtig, wenn man sieht, das die "Blume" aufgeht, auslösen, den gewünschten Entfaltungsgrad abwarten und durch den Filmtransport die Belichtung abbrechen:

Im Gegensatz zu dem in der Galerie sichtbaren Bild habe ich den Ausschnitt nicht beschnitten, so wird das Problem des 35mm Objektivs deutlich.

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Gebrauchsanleitungen

Gebrauchsanleitungen für einige der Cameras kann man als PDF-Datei auf den Seiten der Firma Minox herunter laden. Eine gedruckte Version der Anleitungen ist auf Anfrage (schriftlich oder per Email) ebenfalls bei der Firma Minox erhältlich.

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24.03.08